3 Wochen durch Malaysia – Teil 2

Station 5: Kuching (Bako Nationalpark)

Von Penang ging es dann weiter nach Borneo. In Malaysia selbst spricht man hier von den Bezirken Sarawak und Sabah. Das erste Ziel war die Stadt Kuching. Von hier aus sollte die zweite Dschungeltour starten und zwar in den Bako Nationalpark. Dieser ist insbesondere für seine Nasenaffen bekannt. Um den Abenteuerfaktor noch etwas zu vergrößern, entschied ich mich in einer Hütte vor Ort zu übernachten.

 

Als Übernachtungsgästin habe ich dort besonders die Abend- und Morgenstunden genossen. Dann, wenn die Tagesgäste schon weg, oder noch nicht da sind. Zu dieser Zeit ist es dort angenehm still und erhöht m. E. auch die Chancen Tiere zu sehen.

Wie nicht anders zu erwarten, gibt es im Regenwald, auch viel Regen. Direkt nach der ersten Wanderung wurde ich dann von Monsun überrascht und war anschließend völlig durchnässt. Den restlichen und nächsten Tag musste ich dann mit nassen Schuhen und Socken weiter laufen – ein Traum ;).  Es kostet schon Überwindung, nachdem man sich in der Hütte abgetrocknet hat,  wieder in die nassen Wandersachen zu schlüpfen. *brr*

Abenteuerlich waren anschließend auch die nassen, rutschigen und schlammigen Wege. Die Beschilderung ist aber wirklich sehr gut, besser noch als in Taman Negara. Ebenso haben mir hier die Strecken besser gefallen. Der Ausblick nach der Morgentour entschädigte in jeden Fall für die Strapazen des Aufstiegs.


 

Station 6: Kudat (Tip of Borneo)

Eigentlich sollte es nach Kuching erst einmal nur nach KK (Kota Kinabalu) weiter gehen. Super spontan entschied ich mich am Flughafen dann aber weiter nach Kudat zu fliegen. Der Flieger dorthin geht nur 3x die Woche und erspart einem eine 3-stündige Busfahrt. Also stand ich um 8 Uhr am Ticketschalter, um noch einen Platz in der Maschine um 09:20 Uhr zu ergattern.  Und was für eine Maschine das dann war… kuschelig, würde ich sagen. 😉

 

Der Norden Borneos ist bekannt für seine schönen Strände. Somit besuchte ich, in Kudat City angelangt, direkt den nächstgelegenen Strand. Hier entstanden dann diese wunderschönen Bilder.

 

Leider ist das auch dieses Mal nur die halbe Wahrheit. Der Bak Bak Beach war zwar kaum besucht und nicht von touristischen Sportaktivitäten „beglückt“, allerdings war es hier noch vermüllter und die Wasserqualität noch schlechter, als in Penang. 😦 Die Idylle auf den Fotos täuscht geschickt darüber hinweg.

Von Kudat City ging es anschließend weiter nördlich, um weitere Strände zu entdecken und die Nordspitze Borneos zu sehen. Hier im Norden ist es recht ländlich und äußerst entspannt. Vielleicht lag das aber auch an der Reisezeit.

Dieses Mal war der Strand auch so schön, wie auf den Fotos zu sehen. Die Wellen sind beeindruckend und laden definitiv zum Surfen ein. Jede, die hier her reist, sollte es einmal ausprobieren. In der Anlage der Surfschule, mit zugehörigen Beach Bungalows, verbrachte ich so einige entspannte Stunden. An diesem Ort verbrachte ich zudem den Silvesterabend und begrüßte um 0 Uhr mit 2 Minuten Feuerwerk das neue Jahr. Ich sag ja, es ist sehr entspannt hier. 😉

Die Nordspitze Borneos, Tip of Borneo genannt,  ist fußläufig zu erreichen. Bei gutem Wetter kann man hier beeindruckende Sonnenuntergänge sehen. Ich habe mein Glück in den frühen Morgenstunden versucht, was nicht minder schön war.

 


Station 7: Kota Kinabalu

Von KK hatte ich vor meiner Reise ja nicht so viel Gutes gehört. Nach meinem Besuch kann ich das jedoch nicht bestätigen. Wobei KK auch nur ein Zwischenstop war. In jedem Fall wurde mir Island Hopping empfohlen. Denn es gibt einige vorgelagerte Inseln, die man per Boot schnell erreichen kann. Dort kann man, neben Entspannung am Strand, vor allem auch dem Schnorcheln und Tauchen nachgehen.

Nachdem ich mir das „Inselangebot“ angesehen hatte, entschied ich mich für die kleinste Insel – Mamutik Island. Nach wilder Bootsfahrt erreichte ich die klaren Gewässer mit feinkörnigem Sandstrand.

Natürlich hatte nicht nur ich die Idee einen Inselausflug zu machen. Somit herrschte auf dem kleinen Eiland sehr großer Andrang. Inwiefern das auf den anderen Inseln anders ist, kann ich nicht sagen. Wem das nichts ausmacht, kann hier einen schönen Tag verleben.


Station 8: Mulu (Nationalpark Gunung Mulu)

Das dritte und letzte Dschungelabenteuer wartete in Mulu auf mich. Hier kam ich abenteuertechnisch voll auf meine Kosten. Der Nationalpark Gunung Mulu ist nur per Flugzeug erreichbar oder mit einer mehrtägigen Wanderung durch den Park. Ich entschied mich also für das Flugzeug. 😉 Der Nationalpark ist UNESCO-Naturerbe und weist ein riesiges Höhlensystem aus. Außerdem leben hier zwei Drittel aller auf Borneo bekannten Amphibien-Arten.

Der Park an sich, war der modernste und bestorganisierteste von den dreien, die ich gesehen habe. Es werden etliche Touren angeboten, die im Schwierigkeitsgrad variieren; von der einfachen „Showcave“ bis hin zum „Adventure Caving“.

Ich entschied mich für eine mittlere Schwierigkeitsstufe und muss sagen, das ist nichts für schwache Nerven. Mal abgesehen von dem was in den Höhlen so kreucht und fleucht, muss man körperlich schon fit sein, um so eine Tour zu absolvieren.

 

Auf der Webseite des Parks wird extra darauf hingewiesen, dass die Touren nicht nur physisch, sondern auch mental herausfordernd sind. Das kann ich nur bestätigen. Im Nachhinein bin ich aber natürlich stolz, dass ich es durchgezogen habe und kann Gunung Mulu absolut empfehlen.


Station 9: Miri

Von Mulu ging es dann nach Miri. Ja, es gibt dort einen Stadt, die Miri heißt. 😉 Miri war die letzte Station vor meiner Rückreise. Hier habe ich mir zum Abschluss eine wunderbare Ganzkörpermassage gegönnt, bevor es dann über Singapur, in einer 26-stündigen Rückreise, zurück nach Berlin ging.

 


Fazit:

Was soll ich sagen? 3 Wochen durch ein fremdes Land zu reisen, war ein herausragendes Erlebnis. Leichtes Gepäck auf den Schultern und keinen festen Plan. Jeden 2. oder 3. Tag woanders sein. Immer neue Dinge sehen und erleben. Das ist schon was.

Und gleichzeitig bin ich mit dieser Reise auch weit aus meiner Komfortzone heraus. Sich auf das Minimalste beschränken. In mehr oder weniger sauberen Hostels schlafen. Sich jedes Mal neu zurecht zu finden. Das sind definitiv Dinge, die mich herausgefordert haben.

3 Dinge, die ich am meisten vermisst habe:

  1. Selbst kochen („eigenes Essen“)
  2. Frische Wäsche
  3. Yoga

Zu 1: Es war überraschenderweise äußerst schwierig vegetarische (oder gar vegane) Speisen zu finden. Ganz oft konnte mein Gegenüber auch mit dem Begriff „vegetarisch“ nichts anfangen und fragte mich „But Chicken?“. Darüber hinaus war es eine echte Herausforderung frisches Obst und/oder Gemüse zu kaufen.

Zu 2: Kleidung im Eimer zu waschen, habe ich mittlerweile raus. Macht aber nicht den gleichen Frische-Effekt. 😉 Darüber hinaus war es auch ein logistisches Problem, die Kleidung zu trocknen, wenn es am nächsten Tag direkt weiter ging. Was ich nach dieser Reise besonders zu schätzen weiß, sind Handtücher. Die richtig flauschigen. 🙂

Zu 3: Yoga zu praktizieren war nicht immer oder meist nur schwer möglich. Ich hatte aufgrund des Handgepäcks keine Matte dabei und oft ließen es die räumlichen Möglichkeiten auch nicht wirklich zu. So eine richtig schöne, ausgiebige Yogapraxis habe ich dann schon sehr vermisst.

Auf dieser Reise habe ich wirklich gelernt und mich selbst überzeugt, mit wie wenig ich auskommen kann. Ich war so spontan und flexibel, wie selten in meinem Leben und hoffe, dass ich mir davon etwas nach Berlin mitnehmen kann. Es war ein großartiges Erlebnis.

 

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