Die Schildkröte oder umarme den Fortschritt

IMG_7149 KurmasanaDas ist Kurmasana, die Schildkröte.

Ziemlich früh in meiner „Yoga-Karriere“ machte ich Bekanntschaft mit dieser Haltung. Im Yogastudio zauberte sich die Lehrerin geschmeidig in selbige und ich dachte nur: „Zur Hölle! DAS ist unmöglich!“. Viele Jahre war es das auch. Alles schien zu kurz, zu eng, zu fest oder sonstwie ungeeignet. Daher hegte ich keine besondere Zuneigung für diese Pose und speziell geübt habe ich sie schon mal gar nicht. „Gekonnt“ hätte ich sie trotzdem gerne. 😉  Erst durch kontinuierliches üben anderer Haltungen öffnete sich mein Körper für diese eine.

An dieser Stelle springen wir vom ersten Teil des Blogtitels „Schildkröte“ zum zweiten „Umarme den Fortschritt“. Wie oft im Leben haben wir Ziele, die wir erreichen wollen? Ein gülden schimmerndes Ziel, nennen wir es Z, das uns aus der Ferne verlockend zuwinkt. Da stehen wir nun bei A und bewundern unser Z; wir wünschten uns schon am Ziel. Was leider zwischen A und Z steht ist, „der Weg“. Lang und schwierig scheint er und es fühlt sich auch so an. Ach, was wäre es schön, schon da zu sein? Startschwierigkeiten bremsen uns vielleicht gleich zu Beginn, unterwegs liegen noch Steine im Weg und schon schwindet die anfängliche Begeisterung dahin. Das Ganze wird dann gern mit kritischen Tönen unsererseits untermalt, d. h. es wird geschimpft und genörgelt, festgestellt, dass wir nicht dazu taugen und sowieso ist alles bää#!&%h!

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Das Maximum am Anfang

Springen wir zurück zur Schildkröte: Es hat mich 7 Jahre gekostet in diese Haltung zu kommen. In Worten: Sieben. Über etliche Umwege bin ich dort angelangt. Mal hat es Spaß gemacht, die meiste Zeit jedoch nicht. Dabei geht es auch gar nicht darum, ob ich in Kurmasana komme, oder nicht. Es geht darum, dass ich auf dem Weg viel gelernt habe. Gelernt über mich, meinen Körper, meine Einstellungen und Überzeugungen. Und auch Du kannst auf Deinen Wegen viel lernen – egal, ob es um Yoga geht oder um etwas anderes.

Wenn Du ein Ziel hast und auf dem Weg dorthin merkst, dass der Motor stottert, dann hilft es zu fragen: Was ist denn mit den Schritten von A nach B (nach C)? Manchmal geht es vor, manchmal zurück, doch wohin richte ich meinen Blick? Nimm die Veränderungen wahr! Was ist heute anders als gestern? Was ist diesen Monat anders als letzten, usw? Das ist unheimlich wichtig, um Dich zu motivieren und positiv zu bleiben. Umarme den Fortschritt mit einem großen Lächeln. Du gibst viel und bekommst viel zurück – ganz sicher. Auch wenn Du letzlich vielleicht ganz woanders „raus kommst“, gelernt hast Du in jedem Fall. Und das ist doch so oder so das wichtigste auf dem Weg, wohin auch immer. 🙂

 

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