Mein Kopf, die olle Spaßbremse oder „ich mach das jetzt einfach“

IMG_20150208_0001 pfeilWenn ich zurück denke an meine Kindheit, dann sehe ich Bilder von mir, wie ich draußen spiele und tobe; Purzelbäume schlage, „volle Karacho“ mit dem Fahrrad den Hang hinunter fahre, auf Bäume klettere und hinunter springe, usw. Alles ausprobieren, ganz ohne Furcht.

Ich will hier kein Plädoyer für risikoreiche oder gefährliche Aktionen schreiben. Es geht vielmehr darum, sich daran zurück zu erinnern, Dinge „einfach zu tun“. Kennst du das auch? Eine unerschrockene „Auf-los-geht’s-los“-Mentalität? Das heißt, nicht schon die schlimmsten Folgen vorwegzunehmen, Horror-Szenarien auszumalen, um am Ende zu dem Schluss zu gelangen, es besser sein zu lassen.

Inspiriert wurde ich von zwei Dingen. Zum einen von meiner eigenen Praxis und zum anderen von  Petros Haffenrichter. Seine Worte auf der World of Yoga hallen immer noch in mir nach.  Sinngemäß sagte er, dass man als Kind den Handstand „einfach ausprobiert“. Hände auf die Erde und die Beine mutig in die Luft geworfen. Einfach so. Und wenn man umfällt, fällt man um. Punkt. Ist das nicht fantastisch?

In meiner eigenen Praxis übe ich gerade „jumping forward“ aus dem herabschauenden Hund. Und mittlerweile beschleicht mich der Verdacht, dass es gar nicht an muskulärer Stärke oder technischem Wissen mangelt. Ich glaube, es ist eher mein Kopf (die olle Spaßbremse), der mich daran hindert nach vorne zu springen.

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Ich sag’s Euch… jedes Mal, wenn ich nur im herabschauenden Hund stehe und es los gehen soll, schaltet sich mein Kopf ein und quatscht mich voll, „Oh Gott !! Wirklich??! Muss das sein?! Was ist wenn du fällst??“. Und da sind wir schon beim springenden Punkt: Ich habe wahnsinnige Angst zu fallen. Diese Angst bremst die ganze Entwicklung. Ich blockiere mich selbst.

Als anschauliches Gegenbeispiel kann ich hier anbringen, dass ich kürzlich, ganz spontan zwischendrin,  auf meine Matte gehüpft bin, um mal wieder den Unterarmstand auszuprobieren. Ich habe es einfach getan. Ohne viel Aufhebens, ohne viel Kopf. Und was war?! Ich stand. Vor lauter Freude, „oh mein Gott“ und Jubel aus meinem Kopf,  bin ich dann umgefallen. 😉

Will sagen, überlegtes Handeln ist ratsam und eine notwendige Entwicklung in unser aller Leben. Nichtsdestotrotz glaube ich, dass es hin und wieder sinnvoll sein kann, Dinge „einfach zu tun“. Zack, und los geht’s! Du und ich, wir können nicht alles planen, durchdenken und alles unerwünschte verhindern. Ich glaube, manchmal tut Dir und mir ein bißchen „ich mach das jetzt einfach“ ganz gut.

IMG_4520 pixlrVielleicht gibt es in Deinem Leben auch Dinge, losgelöst von Yogahaltungen, bei denen es hilfreich wäre, „es einfach zu tun“. Dinge, Anliegen, Themen, die Du schon längst angegangen sein wolltest, dann aber doch vor Dir herschiebst. „Der richtige Moment ist noch nicht da“. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Eine gute Freundin hat kürzlich etwas angepackt, was sie fast ein dreiviertel Jahr vor sich hergeschoben hat. Immer mit dem Gedanken „ja, ich weiß, ich sollte… aber was ist wenn…“. Jetzt hat sie es einfach getan. Einen ersten Schritt getan und der Rest kam hinter her. Ich bin sehr stolz auf sie und sie ist wahrscheinlich auch sehr stolz auf sich. Gibt es bei Dir auch etwas, das schon etwas länger darauf wartet „getan zu werden“?

Mein Vorschlag: „Mach das jetzt einfach“. 🙂

 

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